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DER LETZTE VORHANG

Richard trinkt zu viel, vergrault die Kollegen/innen und Regisseure und jetzt droht seine Premiere zu scheitern. Da scheint seine Ex-Kollegin Lies die letzte Rettung. Gemeinsam standen sie 20 Jahre auf der Bühne und waren das Traumpaar der Theaterszene – beruflich, denn privat gab es nur eine kurze Affäre. Lies lebt in der Zwischenzeit als Arztgattin in Südfrankreich, Richard versucht sie wieder zurückzuholen…

„Der letzte Vorhang“ ist ein Geschenk für zwei Schauspieler, die übergangslos in die unterschiedlichsten Rollen schlüpfen. In schnellem Tempo wechselt Maria Goos zwischen Vergangenheit und Gegenwart: Die Darstellerin von Lies spielt nicht nur sich selbst (als heute 50-Jährige, als junge Frau, als Kate im Stück-im-Stück), sondern ebenso Jojanneke, die tölpelhafte Kollegin. Ebenso sieht man Richard in verschiedenen Stadien seiner Biographie
oder – in einem genüsslich-boshaften Porträt – als Lies’ unbedarften Ehemann. Wilder Slapstick wird von anrührenden Momenten abgelöst; alte Wunden reißen auf, und Lies und Richard müssen frühere Entscheidungen neu überdenken. Goos’ Stück gleicht einer Achterbahnfahrt der Gefühle: ein komisches Spiel der Kunst um die todernsten Dinge des Lebens.

In der Regie von Vladislav Grakovskiy spielen Sophie Schneider und Guido Kunkel.
Musikalische Begleitung von Thomas Leitmann. Für das Bühnenbild und das Kostümbild ist Lara Kamysina verantwortlich.
Aufführungsrechte beim Rowohlt Theater Verlag, Hamburg

Die Autorin Maria Goos
Maria Goos, geboren 1956, studierte an der Theaterakademie von Maastricht, führte anschließend in verschiedenen Theatergruppen Regie und war zusammen mit Arie Kant künstlerische Leiterin der Theatergruppe De Kompaan. Gleichzeitig begann sie sowohl Theaterstücke, als auch Fernsehdrehbücher zu schreiben. Vor allem die mit zahlreichen Preisen ausgezeichneten TV-Serien Pleidooi (1991) und Oud Geld (1995) machten sie bekannt. Neben ihrer Arbeit als Autorin tritt Goos auch als Schauspielerin auf. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter 2001 den Lira-Drehbuch-Preis (für Oud Gelden), 2005
De Gouden Ganzenveer und 2008 den Edmund Hustinx-Preis. Maria Goos lebt in Amsterdam.